„Kein Aprilscherz – neues Verbraucherschutzgesetz gilt ab dem 01.04.2016: eine gute Sache!“

Anwälten wird gerne nachgesagt, sie hätten eine Vorliebe fürs Klagen, zumal sie dabei besser verdienen könnten. Wer das anwaltliche Gebührenrecht kennt, weiß, dass es sich dabei weniger um ein betriebswirtschaftliches Erfolgsrezept und viel mehr um ein Vorurteil handelt. Zumal bei einer Klage nur Gewonnen oder Verloren werden kann. Einen Vergleich kann ein Gericht freilich nicht erzwingen, den haben allein die Parteien in der Hand. Aber weil ein Vergleich nicht nur einen langwierigen, möglicherweise auch teuren Rechtsstreit vermeiden kann, beiden Seiten aber ein gutes Gefühl vermitteln mag, müssen auch Anwälte gegenüber Schlichtungsbemühungen aufgeschlossen sein. Der Gesetzgeber will mithilfe des neuen Verbraucherschlichtungsgesetzes großflächig Schlichtungsstellen einrichten, bei denen allen voran Verbraucher eine kostengünstige Möglichkeit haben sollen, ihre Rechte zu wahren. Keine Angst: Der Rechtsweg bleibt weiterhin offen, das Ergebnis einer Schlichtung ist nach wie vor vom Willen der Parteien abhängig. Wir finden es gut! Von dieser Möglichkeit sollten daher möglichst Viele wissen.

Einzelheiten und FAQs finden sich unter:

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2016/03302016_Verbraucherschlichtung.html

Verfasser: Rechtsanwalt Dr. Udo Zimmermann, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Allgemein, weitere Gerichtsentscheidungen